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Was Betroffene bei Inkontinenz tun können
Tipps für einen sorgenfreien Alltag

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Inkontinenz schränkt Betroffene in ihrer Freizeit sowie im Arbeitsalltag teilweise massiv ein. Schließlich sorgt die ständige Angst vor Urin- beziehungsweise Stuhlverlust zu teilweise starker körperlicher und psychischer Belastung. Neben praktischen Hilfsmitteln können Patienten dennoch einiges tun, um ihre persönliche Situation zu verbessern. Dieser Ratgeber fasst einige Tipps zusammen.

Sinnvolle Hilfsmittel für jeden Tag

In erster Linie sind Inkontinenzslips eine empfehlenswerte Investition. Sie verhindern mit speziellen Materialien und Schnitten, dass Urin oder Stuhl unerwünscht durch die

Inkontinenzslips sind eine supergute Lösung ...
Unterwäsche hindurchdringen. Kombiniert mit den passenden Einlagen ist ein sicheres Tragegefühl gegeben. Die Slips sind sowohl für Frauen als auch Männer so geformt, dass Inkontinenzeinlagen rutschsicher platziert werden können. Sie nehmen Körperausscheidungen zuverlässig auf.

Die folgende Liste macht auf die wichtigsten Kaufkriterien aufmerksam:

  • Das Material muss hautsympathisch sein.
  • Im Schrittbereich ist eine feuchtigkeitsundurchlässige Zone elementar. Membraneinlagen sind für den sicheren Abschluss der saugfähigen Einlage verantwortlich.
  • Aufgrund des Kontakts mit Urin oder Kot sollten die Slips für die Kochwäsche geeignet sein.
  • Die Aufnahmekapazität von Inkontinenzslips ist teilweise sehr unterschiedlich. Während einige Modelle innerhalb von vier Stunden bis zu 150 Milliliter aufnehmen können, ist die Kapazitätsgrenze bei anderen Produkten früher erreicht. Je nach Bedarf sollte das Produkt ausgewählt werden. Eine starke Saugleistung liegt bei etwas 600 bis 800 Milliliter.
  • Bei Inkontinenzslips ist die Passform entscheidend. Nur wenn ein solcher Slip perfekt sitzt, ist eine sichere Feuchtigkeitsaufnahme gewährleistet.
  • Um trotz der Einlagen von maximalem Komfort zu profitieren, müssen Inkontinenzslips aus angenehmen Materialien gefertigt sein. Mischungen aus saugstarker Baumwolle und Elasthan sind nur eine Möglichkeit. Auch antibakterielle Silberionen werden von einigen Herstellern eingearbeitet. Diese wirken geruchshemmend. Auch Microfaser-Bestandteile sind denkbare Alternativen.

Anatomisch geformte Vorlagen eignen sich für schwere und mittelschwere Inkontinenz. Sie sind für Stuhl- sowie Urininkontinenz erhältlich und sollten mit speziellen Schutzhosen ergänzt werden. Ausschlaggebend für die Auswahl der Größe ist die nötige Saugstärke. Dank Innenbündchen ist ein Auslaufen nahezu unmöglich.

Weitere praktische Hilfsmittel im Überblick:

  1. Urinal-Kondom: Leitet Urin in eine Art Beutel.
  2. Einmalprodukte: Windeln, Einlagen und Inkontinenzslips sind alternativ für den einmaligen Gebrauch im Angebot auffindbar. Wie diese richtig entsorgt werden, lesen Sie hier.
  3. Inkontinenz-Badebekleidung: Hierbei ist ein Sicherheitsslip in die Badekleidung eingearbeitet. Dieser verhindert, das Stuhl und Urin ins Wasser gelangen. Der Besuch von wassertherapeutischen Maßnahme oder Schwimmbädern wird wieder möglich.
  4. Sitzringe: Einige Betroffene entscheiden sich für eine Operation, die den Einsatz eines künstlichen Schließmuskels beinhaltet. Damit wird die Kontinenz möglicherweise dauerhaft wiedererlangt. Diese Operation ist mit teilweise erheblichen Beschwerden beim Sitzen verbunden. Um sich die Heilungsphase zu erleichtern, kann auf Sitzringe zurückgegriffen werden. Sie sorgen für Druckentlastung. Vorteilhaft sind  Sitzringe aus geruchsneutralem und abwaschbarem Materialien, wie sie das Sanitätshaus   Semed   mit Sitz in Zwickau online von deutschen Herstellern verkauft. Darüber hinaus bietet der Handel Inkontinenzbezüge, die einem Eindringen von Urin in das Füllmaterial vorbeugen.
  5. Sitzauflagen: Egal ob im Büro, Auto oder auf dem Sofa: Geht Urin oder Stuhlgang aufgrund der Inkontinenz einmal daneben, sind Sitzmöbel und Autositze stark verunreinigt. Die Säuberung gestaltet sich äußerst schwierig. Wasserundurchlässige und saugstarke Sitzauflagen sind die optimale Lösung. Diese sind inzwischen in diskreten Designs erhältlich und bestehen aus drei Schichten. Während sich die Oberschicht durch atmungsaktive Oberflächen auszeichnet, um den nötigen Sitzkomfort zu garantieren, ist die Zwischenlage für die Flüssigkeitsaufnahme zuständig. Meist ist hierfür ein Polyestervlies in Verwendung. Die Unterseite ist beschichtet und völlig dicht. Waschbare Ausführungen sind ratsam.
  6. Bettschutzauflage: Für einen unbeschwerten Schlaf sind rutschfeste Bettschutzauflagen ideal. Sie bieten Sicherheit und nehmen Ausscheidungen schnell auf.

Patienten sind gut beraten, sich vor dem Kauf bei der Krankenkasse über eine Kostenübernahme zu informieren. Der   Selbsthilfeverband Inkontinenz e.V.   erklärt auf dessen Internetpräsenz anhand von Fallgruppen, unter welchen Bedingungen ein Hilfsmittelrezeptfür benötigteInkontinenzhilfsmittel ausgestellt wird:

Anpassung der Lebensweise

N icht nur Hilfsmittel können zur Optimierung des Alltags von inkontinenten Menschen beitragen. Einerseits ist eine angemessene Häufigkeit der Toilettengänge anzustreben. Weder zu seltenes noch zu häufiges Urinieren ist angemessen. Stattdessen ist ein gesundes Maß gesundheitsfördernd. Ist das Bedürfnis, ständig sehr geringe Urinmengen zu lassen hoch, kann mit aktivem   Blasentraining   entgegengewirkt werden, um zu verhindern, dass sich eine unerwünschte Blasengewohnheit einpendelt. Sind die Toilettengänge jedoch zu selten und werden dabei übergroße Urinmengen ausgeschieden, sollten zusätzliche WC-Gänge eingeplant werden. Ansonsten besteht das Risiko für Funktionsstörungen, weil die Blasenmuskulatur überstrapaziert wird.
Gesunde, ballaststoffreiche Ernährung hilft gegen Inkontinenzprobleme

Keinesfalls sollten Inkontinenz-Patienten ihren Wasser-konsum reduzieren. Betroffene, die zu wenig trinken, erreichen oft das Gegenteil von dem, was sie erzielen möchten. In vielen Fällen verstärkt sich der Harndrang sogar noch. Außerdem steigt die Gefahr für Infektionen der Blase. Blasen reizende Nahrungsmittel sind zu meiden, um die Symptome einzugrenzen. Auf Kaffee und scharfe Gewürze sollte weitestgehend verzichtet werden. Als Ergänzung bieten sich pflanzliche Medikamente und Blasentees an. Beides kann den Harndrang reduzieren. Gleiches gilt für Wärme. Blähende Speisen wären bei   Stuhlinkontinenz   vom Ernährungsplan zu streichen. Ballaststoffe hingegen, wie sie in Haferflocken enthalten sind, tragen zur Normalisierung des Stoffwechsels bei.

Fotos von tpsdave (Wassersport) und TanteTati (Haferflocken) über Pixabay.com


© Dr. rer. medic. Jürgen W. H. Niebuhr