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Gute Blasengewohnheiten

Gute Blasengewohnheiten - was habe ich davon?
Es ist normal, 4- bis 8-mal am Tag und nicht mehr als einmal in der Nacht zur Toilette zu gehen. Was sind die Warnzeichen für Blasenkontrollprobleme?
Die Menschen beginnen, die Vorteile eines gesunden Lebensstils zu erkennen. Die Pflege guter Blasengewohnheiten ist ein wichtiger Beitrag zu diesem gesünderen Lebensstil.
Schlechte Blasengewohnheiten können zu mangelnder Blasenkontrolle und manchmal zu Inkontinenz führen. Hier sind ein paar einfache Schritte, die jeder befolgen sollte, um die Blase gesund zu erhalten.

Tipps für die Gesundheit Ihrer Blase
1. SCHRITT - Flüssigkeitsaufnahme
Versuchen Sie, mindestens 1,5 Liter (6-8 Tassen) Flüssigkeit pro Tag zu trinken, es sei denn, Ihr Arzt hat Ihnen anderweitig geraten.
Halten Sie die Mengen von Koffein und Alkohol in Grenzen, da diese die Blase reizen können.
Trinken Sie nicht zuviel Kaffee, Tee oder Cola. (Löslicher Kaffee enthält weniger Koffein als aufgebrühter Kaffee. Tee enthält weniger Koffein als Kaffee).

2. SCHRITT - Praktizieren Sie gute Toilettengewohnheiten
Verfallen Sie nicht in die Gewohnheit, .nur für alle Fälle. auf die Toilette zu gehen, da dann die Blase dazu neigt, ihre Kapazität zu verringern. Versuchen Sie nur dann zu gehen, wenn Ihre Blase voll ist und Sie gehen müssen. (Es ist jedoch in Ordnung, die Blase vor dem Schlafengehen zu entleeren).
Nehmen Sie sich Zeit beim Urinieren, so dass Ihre Blase Gelegenheit hat, sich vollständig zu entleeren. Frauen sollten dies im Sitzen erledigen. Wenn Sie sich zu sehr beeilen, kann es sein, dass die Blase nicht vollständig entleert wird, was zu Harnwegsinfektionen führen kann.

3. SCHRITT - Pflegen Sie gute Stuhlgewohnheiten
Achten Sie auf regelmäßigen Stuhlgang und vermeiden Sie Verstopfung. Dauerndes Anstrengen beim Stuhlgang kann Ihre Beckenbodenmuskulatur schwächen.

4. SCHRITT - Achten Sie auf Ihre Beckenbodenmuskeln
Erhalten Sie einen starken Tonus Ihrer Beckenbodenmuskeln mit regelmäßigen
Beckenbodenübungen.
Die Broschüre .Beckenbodenübungen., herausgegeben in dieser Serie, könnte Ihnen helfen. (Es gibt eine .Beckenbodenübungen.-Broschüre für Männer und eine für Frauen).

5. SCHRITT - Wenden Sie sich für Hilfe an Ihren Arzt oder Inkontinenzberater, wenn Sie Schwierigkeiten mit irgendeinem dieser Schritte haben.

  • Irgendein unbeabsichtigtes Tröpfeln von Urin.
  • Verlust von Urin, egal welche Menge, wenn Sie husten, niesen, lachen, stehen oder anheben, oder wenn Inkontinenz beim Sport oder anderen körperlichen Tätigkeiten auftritt.
  • Ein dringendes Bedürfnis zu urinieren, nicht fähig sein, einzuhalten oder nicht rechtzeitig zur Toilette zu kommen.
  • Das häufige und regelmäßige Lassen kleiner Mengen Urin, z.B. mehr als acht mal am Tag kleine Mengen von weniger als 200 ml (ungefähr der Inhalt einer Teetasse).
  • Mehrmals in der Nacht aufstehen zu müssen, um Wasser zu lassen.
  • Bettnässen im Alter von über 5 Jahren.
  • Schwierigkeiten, den Urinfluss zu starten, oder ein Fluss, der aufhört und wieder anfängt, anstatt gleichmäßig zu fließen.
  • Notwendigkeit, sich beim Urinieren anzustrengen.
  • Ein Gefühl, dass die Blase nach dem Urinieren nicht leer ist.
  • Ein brennendes oder unbehagliches Gefühl beim Urinieren.
  • Wenn Sie immer durstig sind und oft urinieren müssen. (Sie könnten an Diabetes leiden).
  • Irgendeine Änderung in Ihren regelmäßigen Blasengewohnheiten, die Ihnen Sorgen macht.
  • Falls Sie irgendeines der obigen Anzeichen für Blasenkontrollprobleme bemerken, wenden Sie sich bitte um Rat an Ihren Arzt oder einen Inkontinenzdienst.

Suchen Sie aktiv Hilfe
Sie werden schnell sehen, sind nicht alleine! Blasenkontrollprobleme können, wenn behandelt, geheilt oder doch bedeutend verbessert werden. An wen sollte ich mich wenden:
- Zu aller Erst an Ihren Hausarzt
- Ihr Gemeinde- oder Gesundheitsfürsorger oder Ihren Krankengymnast.
- Besondere Kontinenzberater in Krankenhäusern, Kontinenzkliniken oder Hilfsmittelzentren.


© Dr. rer. medic. Jürgen W. H. Niebuhr